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Verfassung des Lutherischen Weltbundes1#

(angenommen von der Achten LWB-Vollversammlung, 1990, Curitiba, Brasilien, mit den von der Neunten LWB-Vollversammlung 1997 in Hongkong und der Elften Vollversammlung, Stuttgart, Deutschland, 2010, angenommenen Änderungen)

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I. Name

Die aufgrund dieser Verfassung gebildete Körperschaft trägt den Namen „Lutherischer Weltbund".
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II. Lehrgrundlage

1 Der Lutherische Weltbund bekennt die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes als die alleinige Quelle und Norm seiner Lehre, seines Lebens und seines Dienstes. 2 Er sieht in den drei ökumenischen Glaubensbekenntnissen und in den Bekenntnissen der lutherischen Kirche, insbesondere in der unveränderten Augsburgischen Konfession und in dem Kleinen Katechismus Martin Luthers eine zutreffende Auslegung des Wortes Gottes.
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III. Wesen und Aufgaben

1 Der Lutherische Weltbund ist eine Gemeinschaft von Kirchen, die sich zu dem dreieinigen Gott bekennen, in der Verkündigung des Wortes Gottes übereinstimmen und in Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft verbunden sind.
2 Der Lutherische Weltbund bekennt die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche und will der Einheit der Christenheit in der Welt dienen.
3 Der Lutherische Weltbund
  • fördert die einmütige Bezeugung des Evangeliums von Jesus Christus und stärkt die Mitgliedskirchen bei der Erfüllung des Missionsauftrages und in ihrem Bemühen um die Einheit der weltweiten Christenheit;
  • fördert weltweit unter den Mitgliedskirchen diakonisches Handeln, Linderung menschlicher Not, Frieden und Menschenrechte, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung Gottes und gegenseitiges Teilen;
  • fördert durch gemeinsame Studienarbeit die Gemeinschaft und das Selbstverständnis der Mitgliedskirchen und hilft ihnen, Aufgaben miteinander wahrzunehmen.
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IV. Zuständigkeit

1 Der Lutherische Weltbund handelt als Organ seiner eigenständigen Mitgliedskirchen in Angelegenheiten, die ihm von den Mitgliedskirchen übertragen werden. 2 Er kann für eine oder mehrere Mitgliedskirchen tätig werden, sofern diese ihm bestimmte Aufgaben übertragen. 3 Er kann einzelne Mitgliedskirchen bitten, Aufgaben für die gesamte Gemeinschaft zu übernehmen.
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V. Mitgliedschaft und andere Formen der Zugehörigkeit

1. Mitgliedskirchen
1 Der Lutherische Weltbund setzt sich aus Kirchen zusammen, welche die in Artikel II dieser Verfassung festgelegte Lehrgrundlage annehmen.
2 Eine Kirche, die einen Antrag auf Mitgliedschaft im Weltbund stellt, hat die Annahme dieser Verfassung zu erklären.
3 Über ihre Aufnahme entscheidet der Weltbund durch die Vollversammlung oder in der Zwischenzeit durch den Rat.
4 Die Mitgliedschaft im Weltbund kann durch Austritt beendet werden. 5 Auf Empfehlung des Rates kann die Vollversammlung die Mitgliedschaft mit zwei Drittel der abgegebenen Stimmen für ruhend oder für beendet erklären.
6 Verfahrensweisen bezüglich der Mitgliedschaft werden in den Ausführungsbestimmungen geregelt.
2. Anerkannte Kirchen, Kirchenräte und Kirchengemeinden
1 Der Lutherische Weltbund kann solchen Kirchen, die nicht Mitglied sind, sowie Kirchenräten oder Kirchengemeinden, welche die in Artikel II dieser Verfassung festgelegte Lehrgrundlage annehmen, die Berechtigung zur Teilnahme an der Arbeit des Weltbundes zuerkennen (Assoziierte Mitgliedschaft).
2 Anerkennung, Bedingung und Fortsetzung solcher Mitarbeit werden in den Ausführungsbestimmungen geregelt.
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VI. Organisation

1 Der Lutherische Weltbund übt seine Funktionen durch die Vollversammlung, den Rat, das Sekretariat und die entsprechenden Einrichtungen der Mitgliedskirchen aus. 2 In allen diesen Organen und Einrichtungen des Weltbundes sollen Geistliche und Laien, Männer, Frauen und Jugendliche teilnehmen.
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VII. Vollversammlung

  1. 1 Die Vollversammlung besteht aus den Vertretern und Vertreterinnen der Mitgliedskirchen. 2 Als das oberste Organ des Lutherischen Weltbundes hat die Vollversammlung folgende Aufgaben:
    • sie beschließt über die Verfassung;
    • sie gibt allgemeine Ausrichtung über die Arbeit des Weltbundes;
    • sie wählt den Präsidenten/die Präsidentin und die Mitglieder des Rates;
    • sie billigt die Berichte des Präsidenten/der Präsidentin, des Generalsekretärs/der Generalsekretärin und des/der Vorsitzenden des Finanzausschusses.
  2. 1 Die Vollversammlung wird in der Regel alle sechs Jahre abgehalten. 2 Zeit, Ort und Programm der Vollversammlung werden vom Rat bestimmt.
    3 Sondertagungen der Vollversammlung können auf Verlangen des Rates stattfinden. 4 Sie müssen stattfinden, wenn ein Fünftel der Mitgliedskirchen dies verlangt.
  3. 1 Die Zahl der Delegierten auf der Vollversammlung und die Verteilung der Sitze auf die Mitgliedskirchen werden vom Rat bestimmt.
    2 Jede Mitgliedskirche hat das Recht, mindestens eine/n Vertreter/in in die Vollversammlung zu entsenden.
    3 Dabei sind die zahlenmäßige Größe der Mitgliedskirchen und ihre Verteilung auf Kontinente und Länder gebührend zu berücksichtigen.
  4. 1 Der Rat kann Vertreter/innen von lutherischen Gemeinden innerhalb unierter Kirchen oder von lutherischen Vereinigungen und Organisationen mit beratender Stimme in die Vollversammlung einladen, soweit diese nicht von Mitgliedskirchen mit vertreten werden.
    2 Die Zahl dieser Vertreter/innen wird vom Rat festgesetzt.
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VIII. Rat

  1. 1 Die Vollversammlung wählt 48 Ratsmitglieder unter Berücksichtigung der Nominierungen aus den Regionen.
    2 Der Rat setzt sich aus diesen 48 Mitgliedern, dem Präsidenten/der Präsidentin und dem/der Vorsitzenden des Finanzausschusses zusammen, wenn diese/r von ausserhalb des Rates gewählt worden ist.
    3 Das Wahlverfahren wird in den Ausführungsbestimmungen geregelt. 4 Auf eine angemessene Vertretung von Geistlichen und Laien, Frauen und Männern sowie Jugendlichen ist zu achten.
    5 Die Amtszeit des Rates endet mit dem Schluss der nächsten ordentlichen Vollversammlung. 6 Die einmalige Wiederwahl der Mitglieder des Rates ist zulässig.
    7 Wenn ein Mitglied des Rates für den Rest seiner Amtszeit nicht mehr an den Tagungen des Rates teilnehmen kann, wählt der Rat im Einvernehmen mit der Mitgliedskirche für die noch verbleibende Amtszeit eine/n Stellvertreter/in.
  2. Der Rat ist das oberste Organ des LWB in der Zeit zwischen den Vollversammlungen.
    • Der Rat hat die Aufgabe sicherzustellen, dass der LWB zufrieden stellend organisiert und in Übereinstimmung mit seiner Zweckbestimmung und den von der Vollversammlung beschlossenen Resolutionen geleitet wird.
    • Der Rat beschliesst den Haushalt des LWB und gewährleistet eine angemessene Kontrolle und Verwaltung der Vermögenswerte des LWB.
    • Der Rat nimmt die geprüften Jahresabschlussberichte des LWB entgegen und erteilt die Entlastung.
    • Der Rat kann, falls erforderlich, das Gremium der leitenden Amtsträger/innen autorisieren, die Entlastung für die geprüften Jahresabschlussberichte zu erteilen.
    • Der Rat legt in Übereinstimmung mit den Entscheidungen und Beschlussfassungen der Vollversammlung die Strategie des LWB fest.
    • Der Rat billigt die auf Kabinettsebene vorgenommenen Ernennungen von Stabsmitgliedern.
  3. 1 Der Rat wählt aus seiner Mitte die Vizepräsidenten/innen unter Berücksichtigung der sieben geographischen Regionen. 2 Auf eine angemessene Vertretung von Frauen und Männern ist zu achten. 3 Die Vizepräsidenten/innen, die ordinierte oder nicht-ordinierte leitende Vertreter/innen ihrer eigenen Kirchen sind, vertreten den LWB in der Region, der ihre Kirchen angehören. 4 Der Präsident vertritt keine besondere Region.
  4. 1 Das Gremium leitender Amtsträger/innen setzt sich aus folgenden Personen zusammen: dem Präsidenten/der Präsidentin, den Vizepräsidenten/innen, dem/der Vorsitzenden des Finanzausschusses und den Vorsitzenden der gemäß den Ausführungsbestimmungen eingerichteten Ausschüsse. 2 Um eine ausgewogene Geschlechter- und Generationenbeteiligung zu gewährleisten, wählt der Rat zwei zusätzliche Mitglieder.
    3 Das Gremium leitender Amtsträger/innen dient dem LWB als Treuhandschaftsrat und als Personalausschuss, der die Ernennung leitender Mitarbeiter/innen billigt.
    4 Rolle und Funktion des Gremiums leitender Amtsträger/innen werden in den entsprechenden Richtlinien (Terms of Reference) beschrieben.
  5. Der Rat wählt für die Dauer seiner Amtszeit bis zu 21 Berater/innen mit Stimmrecht in den Ausschüssen, um eine professionelle Kompetenz und Sachkenntnis zu gewährleisten.
  6. Bei Bedarf kann der Rat ständige Ausschüsse oder Ad-hoc-Unterausschüsse berufen und ihre Versitzenden ernennen.
  7. Die Amtszeit der vom Rat Gewählten kann durch Zweidrittelmehrheit des Rates vorzeitig beendet werden.
  8. Der Rat ist verantwortlich für die Annahme grundlegender Dokumente wie Ausführungsbestimmungen, Richtlinien (Terms of Reference), Geschäftsordnung und andere grundsatzpolitische Weisungen.
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IX. Regionale Auspägungen

1 Die Mitgliedskirchen in den sieben geographischen Gebieten können zu beratenden Zwecken Regionalkonferenzen einrichten. 2 Diese Konferenzen können Vorschläge für die Tagesordnung des Rates unterbreiten (Ausführungsbestimmungen Art. 10.1.1).
3 Die Regionalkonferenzen erstatten dem Rat Bericht durch ihre/n Vizepräsidenten/in.
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X. Nationale Komitees

1 Die Mitgliedskirchen können in jedem Land ein Nationales Komitee bilden, um ihre Beziehungen zum Weltbund zu koordinieren. 2 Das Recht jeder Mitgliedskirche, mit dem Weltbund unmittelbar in Verbindung zu treten, wird dadurch nicht berührt. 3 Jedes Nationale Komitee legt dem Rat einen Jahresbericht über seine Tätigkeiten vor.
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XI. Präsident/in

1 Die Wahl des Präsidenten/der Präsidentin durch die Vollversammlung erfolgt durch die Mehrheit der in einer schriftlichen Wahl abgegebenen Stimmen.
2 Er/sie ist Mitglied des Rates.
3 Der/die Präsident/in übernimmt sein/ihr Amt unmittelbar nach Schluss der Vollversammlung, auf der die Wahl stattgefunden hat. 4 Er/sie bleibt bis zum Schluss der nächsten ordentlichen Vollversammlung im Amt und kann nicht für eine weitere Amtszeit wiedergewählt werden.
5 Der/die Präsident/in ist der/die oberste Vertreter/in und Sprecher/in des Weltbundes.
6 Er/sie leitet die Vollversammlung, den Rat und das Gremium leitender Amtsträger/innen.
7 Der/die Präsident/in führt im Zusammenwirken mit dem/der Generalsekretär/in die Aufsicht über Leben und Arbeit des Weltbundes.
8 Der Rat wählt binnen drei Monaten den Präsidenten/die Präsidentin, wenn dieses Amt infolge des Todes oder der dauerhaften Handlungsunfähigkeit des Amtsinhabers/der Amtsinhaberin vakant geworden ist. 9 Bis zur Wahl eines/r neuen Präsidenten/in wählt das Gremium leitender Amtsträger/innen aus seiner Mitte eine/n amtierende/n Präsidenten/in (Ausführungsbestimmungen Art. 6).
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XII. Vorsitzende/r des Finanzausschusses

1 Der/die Vorsitzende des Finanzausschusses wird vom Rat auf dessen konstituierender Sitzung gewählt und bleibt bis zum Schluss der folgenden ordentlichen Vollversammlung im Amt.
2 Der/die Vorsitzende wird aus der Mitte oder von außerhalb des Rates gewählt.
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XIII. Büro der Kirchengemeinschaft

1 Der Weltbund unterhält ein Büro der Kirchengemeinschaft, das zur Erfüllung seiner Aufgaben angemessen ist.
2 Der Rat legt die Struktur und den Aufgabenbereich des Büros der Kirchengemeinschaft fest.
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XIV. Generalsekretär/in

1 Der/die Generalsekretär/in wird vom Rat gewählt.
2 Der/die Generalsekretär/in ist Hauptgeschäftsführer/in und, zusammen mit dem Präsidenten/der Präsidentin, öffentliche/r Vertreter/in und oberste/r Sprecher/in des LWB. 3 Der/die Generalsekretär/in erstattet der Vollversammlung und dem Rat über die Aktivitäten des Büros der Kirchengemeinschaft Bericht.
4 Das Amt und die Aufgaben des Generalsekretärs/der Generalsekretärin werden in den Richtlinien (Terms of Reference) beschrieben.
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XV. Finanzen

1 Der Rat genehmigt den Haushalt zur Übersendung an die Mitgliedskirchen, Nationalen Komitees und sonstigen Organisationen. 2 Er empfiehlt die Unterstützung des Haushalts durch zweckgebundene und nicht zweckgebundene Beiträge.
3 Der Rat setzt die von den Mitgliedskirchen zu zahlenden Mitgliedsbeiträge fest. 4 Die Mitgliedskirchen erhalten einen jährlichen Finanzbericht.
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XVI. Verfassungsänderungen und Ausführungsbestimmungen

1. Verfassungsänderungen
1 Änderungen dieser Verfassung können mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen einer ordentlichen Vollversammlung beschlossen werden, sofern die Änderungsvorschläge den Mitgliedskirchen drei Monate vor der Vollversammlung durch den/die Generalsekretär/in mitgeteilt wurden.
2 Verfassungsänderungen treten ein Jahr nach ihrer Verabschiedung durch die Vollversammlung in Kraft, wenn nicht vorher von mindestens einem Drittel der Mitgliedskirchen beim Rat Einspruch eingelegt worden ist.
2. Ausführungsbestimmungen
1 Der Rat erlässt die Ausführungsbestimmungen zu dieser Verfassung. 2 Diese Bestimmungen oder ihre Änderung treten ein Jahr nach ihrer Verabschiedung in Kraft, wenn nicht vorher von mindestens einem Drittel der Mitgliedskirchen beim Rat Einspruch eingelegt worden ist.
3 Die Vollversammlung kann Ausführungsbestimmungen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen annehmen, ändern oder aufheben. 4 Solche Beschlüsse treten nach einem Jahr in Kraft, wenn nicht vorher von mindestens einem Drittel der Mitgliedskirchen beim Rat Einspruch eingelegt worden ist.
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Anlage 1

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Constitution of the Lutheran World Federation

(as adopted by the LWF Eighth Assembly, Curitiba, Brazil, 1990, including amendments adopted by the LWF Ninth Assembly, Hong Kong, 1997 and by the LWF Eleventh Assembly, Stuttgart, 2010)
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I. Name

The name of the body organized under this Constitution shall be The Lutheran World Federation.
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II. Doctrinal Basis

1 The Lutheran World Federation confesses the Holy Scriptures of the Old and New Testaments to be the only source and norm of its doctrine, life and service. 2 It sees in the three Ecumenical Creeds and in the Confessions of the Lutheran Church, especially in the unaltered Augsburg Confession and the Small Catechism of Martin Luther, a pure exposition of the Word of God.
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III. Nature and Functions

1 The Lutheran World Federation is a communion of churches which confess the triune God, agree in the proclamation of the Word of God and are united in pulpit and altar fellowship.
2 The Lutheran World Federation confesses the one, holy, catholic, and apostolic Church and is resolved to serve Christian unity throughout the world.
3 The Lutheran World Federation:
  • furthers the united witness to the Gospel of Jesus Christ and strengthens the member churches in carrying out the missionary command and in their efforts towards Christian unity worldwide;
  • furthers worldwide among the member churches diaconic action, alleviation of human need, promotion of peace and human rights, social and economic justice, care for God's creation and sharing of resources;
  • furthers through cooperative study the self-understanding and the communion of member churches and helps them to act jointly in common tasks.
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IV. Scope of Authority

1 As instrument of its autonomous member churches the Lutheran World Federation may take action in matters committed to it by the member churches. 2 It may act on behalf of one or more churches in such specific tasks as they commit to it. 3 It may request individual member churches to assume tasks on behalf of the entire Communion.
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V. Membership and other forms of Affiliation

1. Member Churches
1 The Lutheran World Federation consists of churches which accept the doctrinal basis set forth in Article II of this Constitution.
2 Each church which applies for membership in the Federation shall declare its acceptance of this Constitution.
3 Reception into membership shall be decided by the Federation in the Assembly, or in the interim, by the Council.
4 Membership in the Federation may be terminated by withdrawal. 5 Upon recommendation of the Council, the Assembly may suspend or terminate the membership by a two-thirds vote of the delegates.
6 Procedures relating to membership shall be governed by the Bylaws.
2. Recognized Churches, Councils and Congregations
1 The Lutheran World Federation may recognize as eligible to participate in the work of the Federation non-member churches, councils or congregations which accept the doctrinal basis set forth in Article II of this Constitution (Associate Membership).
2 The granting, conditions and continuation of such recognition shall be governed by the Bylaws.
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VI. Organization

1 The Lutheran World Federation shall exercise its functions through the Assembly, the Council, the Secretariat and appropriate instrumentalities of the member churches. 2 In all these functions of the Federation, ordained and lay persons, men, women and youth shall be eligible to participate.
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VII. Assembly

  1. 1 The Assembly shall consist of representatives of the member churches of the Federation. 2 As the principal authority of the Lutheran World Federation, the Assembly shall:
    • be responsible for the Constitution;
    • give general direction to the work of the Federation;
    • elect the President and the members of the Council;
    • act on the reports of the President, the General Secretary and the Chairperson of the Finance Committee.
  2. 1 The Assembly shall normally be held every six years with the time, place and program to be determined by the Council.
    2 Extraordinary Assemblies may be called by the Council and shall be called at the request of one-fifth of the member churches.
  3. 1 The number of representatives to the Assembly and their distribution among the member churches shall be determined by the Council.
    2 Each member church shall have the right to have at least one representative in the Assembly.
    3 Due regard shall be given to the numerical size of member churches and their distributions by continents and countries.
  4. 1 The Council may invite representatives of the Lutheran congregations in union church bodies or of Lutheran associations and organizations to the Assembly in a consultative capacity if these are not represented by member churches.
    2 The number of these representatives shall be determined by the Council.
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VIII. Council

  1. 1 The Assembly shall elect 48 members of the Council taking into consideration the nominations by the regions.
    2 The Council shall consist of these 48 members, the President and the Chairperson of the Finance Committee if he/she is elected from outside the Council.
    3 Election procedure shall be governed in the Bylaws. 4 A due representation of ordained and lay persons, women, men and youth shall be observed.
    5 The term of office of the Council shall end at the close of the next ordinary Assembly. 6 Members of the Council shall be eligible for one re-election.
    7 If a member of the Council can no longer be present for his/her term of office, the Council elects in consultation with the member church a replacement for the remaining term of service.
  2. The Council is the principal authority of the LWF during the period between Assemblies.
    • The Council has the responsibility to ensure that LWF is satisfactorily organized and run according to its defined purpose and in accordance with resolutions made by the Assembly.
    • The Council shall decide on the budget of the LWF and safeguard the proper control and management of the LWF’s assets.
    • The Council shall receive the audited annual financial statements of the LWF and approve them.
    • The Council may, when necessary, authorize the Meeting of Officers to approve the audited annual financial statements.
    • The Council shall define the strategy of the LWF according to decisions and actions made by the Assembly.
    • The Council shall approve appointments of staff members at cabinet level.
  3. 1 The Council shall elect the Vice-Presidents from among its members taking into consideration the seven geographical areas. 2 A due representation of women and men shall be observed. 3 The Vice Presidents, ordained or lay leaders in their own churches, represent the LWF in the region to which their churches belong. 4 The President does not represent a particular region.
  4. 1 The Meeting of Officers shall be composed of the following persons: The President, the Vice-Presidents, the Chairperson of the Finance Committee and the chairpersons of Committees as defined in the bylaws. 2 In addition the Council shall elect two members for the purpose of ensuring gender balance and generational participation.
    3 The Meeting of Officers shall serve as the LWF Board of Trustees and as the Personnel Committee in approving executive level staff appointments.
    4 The role and function of the Meeting of Officers is described in the appropriate Terms of Reference.
  5. The Council shall elect for its term of office up to 21 advisers with voting rights in the committees to provide professional competence and expertise to the Council.
  6. The Council may appoint Committees or ad hoc sub-committees as required and appoint their chairpersons.
  7. The term of office of persons elected by the Council may be terminated before expiration by a two-third vote of the members of the Council.
  8. The Council shall be responsible for approval of governance documents such as Bylaws, Terms of Reference, Rules of procedure and other policy enactments.
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IX. Regional Expressions

1 The member churches in the seven geographical areas may constitute regional meetings for consultative purposes. 2 Such meetings may propose items for Council agendas. (Bylaws art. 10.1.1)
3 The regional meetings shall report to the Council through their Vice Presidents.
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X. National Committees

1 The member churches in each country may constitute a National Committee to coordinate the relationships to the Federation. 2 The right of direct communication between the member churches and the LWF shall be retained. 3 Each National Committee shall present to the Council an annual report on its activities.
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XI. President

1 The election of the President by the Assembly shall be by a majority of the votes cast in a written ballot.
2 He/she is a member of the Council.
3 The President shall assume office immediately after the close of the Assembly at which the election was held. 4 He/she shall hold office until the close of the following ordinary Assembly and shall not be eligible for a second term.
5 The President shall be the chief official representative and spokesperson of the Federation. 6 He/she shall be the presiding officer of the Assembly, the Council and the Meeting of Officers.
7 The President shall oversee the life and work of the Federation, in consultation with the General Secretary.
8 Upon the death or permanent incapacity of the President, the Council shall elect a President within three months. 9 The Meeting of Officers shall elect among themselves an Acting President until a new President is elected (Bylaws, art. 6).
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XII. Chairperson of the Finance Committee

1 The Chairperson of the Finance Committee shall be elected by the Council at its constituting meeting and shall hold office until the close of the following ordinary Assembly.
2 The Chairperson shall be elected from among the Council members or from outside.
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XIII. Communion Office

1 The Federation shall have a Communion Office adequate to carry out its tasks.
2 The Council shall authorize the structure and the Terms of Reference of the Communion Office.
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XIV. General Secretary

1 The Council shall elect the General Secretary.
2 The General Secretary is the Chief Executive Officer (CEO) and, together with the President, a public representative and chief spokesperson for the LWF. 3 The General Secretary shall report to the Assembly and the Council on activities of the Communion Office.
4 The office and function of the General Secretary shall be described in the Terms of Reference.
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XIII. Finances

1 The Council shall authorize the budget for transmission to the member churches, National Committees and other agencies, commending it for support through designated and undesignated contributions.
2 The Council shall allocate membership fees to be paid by member churches. 3 The member churches shall receive an annual financial report.
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XIV. Amendments and Bylaws

1. Amendments
1 Amendments to this Constitution may be made by a two-thirds majority of the votes cast at any ordinary Assembly, provided notice of intention to amend shall have been submitted through the General Secretary to the member churches, three months before the Assembly.
2 Amendments shall become effective one year after their adoption by the Assembly unless objection has been filed with the Council by at least onethird of the member churches.
2. Bylaws
1 The Council shall adopt Bylaws to this Constitution. 2 Such Bylaws adopted or amended by the Council shall become effective one year after their adoption unless objection has been filed with the Council by at least onethird of the member churches.
3 The Assembly may adopt, amend or rescind Bylaws by a majority of the votes cast. 4 Such decisions shall become effective after one year unless objection has been filed with the Council by at least one-third of the member churches.

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1 ↑ [Übersetzung der englischen Originalfassung, Originalfassung s. Anlage 1]