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Verfügung der Oberfinanzdirektion Hamburg vom
25. März 2003
(Az.: S 2444 – 1/2003 – St 323)
Kirchensteuerabzug vom Arbeitslohn für Kirchenmitglieder,
die in Hamburg weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt haben

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1 Nach § 1 der Lohnabzugsverordnung ist die Kirchensteuer von Arbeitnehmern, die in Hamburg nicht ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben, im Lohnabzugsverfahren (§ 11 Abs. 1 bis 3 Kirchensteuergesetz) einzubehalten und abzuführen, wenn die Arbeitnehmer
  1. von einer Arbeitsstätte im Anwendungsbereich des Kirchensteuergesetzes entlohnt werden und
  2. einer evangelischen oder römisch-katholischen Kirchengemeinde angehören, deren Gebiet ganz oder teilweise außerhalb Hamburgs liegt.
2 Unter Berufung auf die vorgenannte Regelung hat die Evangelisch-reformierte Kirche beantragt, auch für ihre Kirchenmitglieder Lohnkirchensteuern durch die Arbeitgeber dieser Kirchenmitglieder einbehalten und abführen zu lassen. 3 Die Religionszugehörigkeit dieser Arbeitnehmer ist auf deren Lohnsteuerkarte durch die Abkürzung „rf“ gekennzeichnet.
4 Ab sofort ist in Hamburg somit bei folgenden Religionszugehörigkeiten Lohnkirchensteuer einzubehalten und abzuführen:
als evangelische Kirchensteuer (Kennzahl 61 im LSt-Anmeldevordruck) bei den
Abkürzungen
ev,
lt oder
rf,
als römisch-katholische Kirchensteuer (Kennzahl 62 im LSt-Anmeldevordruck) bei
der Abkürzung
rk.
5 Diverse Kammern und Verbände haben eine Ablichtung dieser Verfügung erhalten mit der Bitte, diese in Ihren Mitgliederpublikationen bei Arbeitgebern gekannt zu machen.