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Durchführungsbestimmungen
zur „Ordnung für das Tragen liturgischer Gewänder“

Vom 19. März 2002

(KABl S. 36)1#

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Zu § 2:

Erwägt ein Kirchgemeinderat, andere liturgische Gewänder einzuführen, so sind in einer Kirchgemeinderatssitzung in Anwesenheit des Landessuperintendenten folgende Gesichtspunkte zu bedenken:
  • Anlass und Ziel der beabsichtigten Veränderung
  • Wirkung in der Kirchgemeinde und darüber hinaus in der Öffentlichkeit
  • Wirkung in den Nachbargemeinden
  • Art der neuen Gewänder
  • Bezug der Gewänder zum Kirchenjahr und zur liturgischen Funktion.
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Zu § 3:

1 Neben dem schwarzen Talar haben Tradition in evangelischen Kirchen das weiße Chorhemd und der weiße Talar bzw. die Albe. 2 Weißer Talar oder Albe sind das Grundgewand, über dem die Stola (und gegebenenfalls auch die Casel) getragen werden kann.
3 Die Stola muss einer Kirchenjahresfarbe zuzuordnen sein.
4 In Gemeinden mit anderen liturgischen Gewändern besteht für Personen, die von außerhalb in einer solchen Gemeinde Dienst tun, keine Verpflichtung, diese Gewänder zu tragen. 5 Wirken mehrere Ordinierte in einem Gottesdienst einer Gemeinde mit anderen liturgischen Gewändern zusammen, kann der Landessuperintendent für alle bestimmen, welche liturgische Kleidung getragen wird. 6 Ordinierte, die in der Heimatgemeinde eine veränderte liturgische Kleidung gebrauchen, müssen bei Diensten in einer anderen Gemeinde den schwarzen Talar verwenden.
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Zu § 4:

1 Mit dem Antrag auf Veränderung der liturgischen Gewänder sind dem Oberkirchenrat die Beschlüsse des Kirchgemeinderates und der Propsteisynode vorzulegen. 2 Außerdem ist eine schriftliche Bestätigung des zuständigen Landessuperintendenten darüber erforderlich, dass er Gelegenheit zur Beratung gemäß § 2 der Ordnung hatte und bei einer Sitzung des Kirchgemeinderates zu diesem Thema anwesend war.
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Zu § 5:

Ist ein Antrag im Oberkirchenrat eingegangen und reagiert der Oberkirchenrat zunächst mit Rückfragen zu diesem Antrag, so ruht die Frist gemäß § 5 bis zu Klärung der Rückfragen.

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1 ↑ Red. Anm.: Die Verwaltungsvorschrift wurde ohne Eingangsformel verkündet.