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Kirchengesetz
über die Ausbildung der Anwärter für die Laufbahn
des gehobenen Verwaltungsdienstes
und der Verwaltungsangestellten in
der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
(Verwaltungsausbildungsgesetz)

Vom 28. Mai 1978

(GVOBl. S. 202)

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Die Synode hat das folgende Kirchengesetz beschlossen:
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§ 1
Ausbildung und Prüfung der Kircheninspektoranwärter

( 1 ) Die Kirchenleitung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Ausbildung und Prüfung der Anwärter für die Laufbahn des gehobenen Verwaltungsdienstes (Kircheninspektoranwärter) in der Nordelbischen Kirche zu regeln.
( 2 ) Als Kircheninspektoranwärter kann eingestellt werden, wer die gesetzlichen Vorschriften für die Ernennung zum Kirchenbeamten erfüllt.
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§ 2
Ausbildung und Prüfung von Verwaltungsangestellten

( 1 ) Die Kirchenleitung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung1# die Berufsausbildung von Verwaltungsangestellten bei kirchlichen Dienststellen im Bereich der Nordelbischen Kirche zu regeln.
( 2 ) Als Berufsordnungsmittel kann die Kirchenleitung bis zum Inkrafttreten einer staatlichen Verordnung über die Berufsausbildung zum Verwaltungsangestellten einheitlich ein nach § 108 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) fortgeltendes Ordnungsmittel für den Ausbildungsberuf „Verwaltungsangestellter im kirchlichen Dienst (Ev.-Luth. Kirche)" festlegen.
( 3 ) Die Kirchenleitung wird ermächtigt, bei Inkrafttreten einer nach § 25 Absatz 1 BBiG erlassenen staatlichen Ausbildungsordnung diese einheitlich für den Nordelbischen Bereich zu übernehmen2#.
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§ 3
Zuständige Stelle für die Berufsbildung

Die Kirchenleitung bestimmt für die Berufsausbildung der Verwaltungsangestellten im Bereich der Nordelbischen Kirche die zuständige Stelle im Sinne des BBiG.
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§ 4
Inkrafttreten

1 Dieses Kirchengesetz tritt am Tage nach seiner Verkündung in Kraft. 2 Gleichzeitig treten alle Vorschriften, die den Gegenstand dieses Gesetzes bisher geregelt haben oder ihm entgegenstehen, außer Kraft.