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Merkblatt
"Umgang mit Altargerät und anderen sakralen Gegenständen aus Metall"1#

Stand: September 20132#

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Reinigung von Abendmahlsgerät
Wein oder Traubensaft so kurz wie möglich im Gefäß lassen.
Kelche, Kannen, die mit Wein, Saft oder Handschweiß in Berührung kommen, nach Gebrauch gründlich ausspülen:
  • unter fließend warmem Wasser (nicht Eintauchen!) mit weichem Tuch;
  • gegebenenfalls sparsamer Zusatz eines pH-neutralen Spülmittels (niemals Haushaltsreiniger bzw. Scheuermittel verwenden oder Geräte in einer Geschirrspülmaschine reinigen!).
  • besondere Vorsicht bei Geräten, die mit Edelsteinen, Email, Bein und so weiter besetzt sind.
  • Trocknen: mit weißen, weichen Zellstofftüchem (handelsübliche Küchenrollen), anschließend Geräte an der Luft trocknen lassen.
Oblatendosen gelegentlich leeren, Oblatendosen und Patenen auswischen.
Pflege von silbernen oder versilberten Geräten
Rückstände, die nicht durch Spülen und Trocknen zu entfernen sind (zum Beispiel Korrosionsspuren, Fingerabdrücke),
  • mit Silberputztuch entfernen (Anwendung: die verschmutzten Stellen vorsichtig ohne starken Druck abreiben, dabei den Teil, der abgerieben wird, in der Hand halten).
  • Keinesfalls Scheuermittel bzw. -pasten und Tauchbäder verwenden. Ungeeignet: "Hausmittel" wie Zinnkraut oder Ähnliches.
  • Pflege und Reinigung in größerem Umfang sowie besonders alter und wertvoller Geräte sollte ein Gold oder Silberschmied vornehmen. Das Landeskirchenamt, Dezernat Bauwesen, nennt geeignete Werkstätten.
Pflege und Reinigung von Geräten aus Bronze, Messing, Zinn
(Altarleuchter, Taufschalen, Taufbecken)
Entfernung von Wachsflecken: am besten mit Haartrockner und Küchentüchern, Verwendung von Terpentinersatz oder Waschbenzin möglich (nicht: Feuerzeugbenzin oder Kraftstoff).
Keinesfalls: Abkratzen oder Abschmirgeln sowie Verwendung anderer Lösungsmittel (zum Beispiel Petroleum).
Putzen: glatte Flächen mit handelsüblichen Messing- bzw. Zinnputzmitteln (Sidol oder Ähnliches), unebene Flächen (Ritzen, Rillen, Reliefs) mit in Wasser gelöster Schlemmkreide und weichem Tuch putzen, abspülen, trocken.
Aufbewahrung
Der Autbewahrungsort (Tresor) muss abschließbar und diebstahlsicher sein und genügend Platz für die Einzelaufbewahrung der Geräte (auch der nicht in Gebrauch befindlichen) bieten.
Geräte einzeln verpacken, am besten in originalen Futteralen oder Etuis; für Silber: spezielle Tücher oder Beutel aus Baumwolle mit Silberpartikeln (verhindern Anlaufen), ansonsten Moltonbeutel. Keinesfalls: Kunstfasern, imprägnierte Textilien, Leder, Zeitungspapier, Plastiktüten.
Auf Trockenheit und Sauberkeit achten, ideal: Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent (Reduzierung der Feuchtigkeit durch Absorber-Gel bzw. -Granulat möglich; muss gelegentlich ausgewechselt werden!); gleichmäßige Raumtemperatur (entsprechend den Gebäudevorschriften). Zinn nicht unter Zimmertemperatur aufbewahren.
Zur Vermeidung mechanischer Beschädigungen Geräte grundsätzlich stehend, nicht übereinander gestapelt lagern. Schalen und Becken dürfen nicht auf dem Rand stehen, Metall darf nicht Metall berühren,
Bei Transport zwischen Aufbewahrungsort und Ort der Benutzung auf geeignete Transportbehältnisse achten (Koffer, feste Etuis).
Reparatur oder Restaurierung
Nur in Absprache mit dem Landeskirchenamt, Dezernat Bauwesen, das auch geeignete Werkstätten nennt.
Achtung!
Geräte aus Kupfer, Messing und Alpaka, deren Vergoldung bzw. Versilberung schadhaft ist, nicht für das Abendmahl verwenden. Ältere Zinngeräte (vor dem 20. Jahrhundert: hoher Gehalt an Blei oder Arsen!) nicht mit Wein, Saft oder Alkohol in Verbindung bringen.
Beratung bietet an: Landeskirchenamt, Dezernat Bauwesen, 24103 Kiel,
Tel.: 0431 9797 -731 / -732 (Sekretariat)
Sorgfältiger Umgäng verhindert Schäden und sichert den Erhalt!

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1 ↑ Red. Anm.: Das Merkblatt wird vom Dezernat Bauwesen des Landeskirchenamtes Kiel herausgegeben.
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2 ↑ Red. Anm.: Das Merkblatt wurde bisher nicht veröffentlicht.