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Rechtsverordnung
zur Durchführung der praxisbegleitenden Ausbildung
zur Gemeindepädagogin und zum Gemeindepädagogen
im Diakonisch-Theologischen Ausbildungs- und Studienseminar in Rickling
(Ausbildungsordnung Gemeindepädagoginnen/Rickling)1#

Vom 26. März 1996

(GVOBl. S. 114)

Die Kirchenleitung hat aufgrund von § 2 des Kirchengesetzes über die Ordnung des Dienstes der Gemeindepädagogin und des Gemeindepädagogen in der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Fassung vom 30. Oktober 1993 (GVOBl. S. 277) folgende Rechtsverordnung erlassen:
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Grundsätze

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§ 1

( 1 ) In der praxisbegleitenden Ausbildung werden die Studierenden in Bindung an die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments und das Bekenntnis der Evangelisch-Lutherischen Kirche für den Dienst einer Gemeindepädagogin und eines Gemeindepädagogen vorbereitet.
( 2 ) Die Ausbildung geschieht auf zwei Ebenen:
  • im Diakonisch-Theologischen Ausbildungszentrum in Rickling (Ausbildungszentrum) und
  • in der Kirchengemeinde, kirchlichen Einrichtungen, bei Diensten und Werken und in der Begleitung am Arbeitsplatz.
( 3 ) 1 Die Ausbildung will die Befähigung zu theologischer Verantwortung und geistlicher Wahrnehmung des besonderen Dienstes der Gemeindepädagogin und des Gemeindepädagogen im kirchlichen Amt fördern. 2 Insbesondere in den Bereichen Erziehung und Unterricht, Verkündigung, Mission, Ökumene, Gemeindeleitung und Gemeindeaufbau, Beratung, Besuchsdienst und Diakonie sollen die Studierenden fähig und bereit werden, den praktischen Dienst theologisch zu reflektieren und als Dienst der Kirche zu verstehen. 3 Sie sollen dabei lernen, die Situation in der Kirche und deren Auswirkungen auf individuelle und gesellschaftliche Lebensvollzüge wahrzunehmen und das eigene Tun in theologischer und geistlicher Verantwortung darauf auszurichten.
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§ 2

In der praxisbegleitenden pädagogisch-theologischen Ausbildung geht es um das Aneignen und vertiefte Verstehen theologischer und kirchlicher Lehre, um die Vergewisserung der eigenen christlichen Existenz, um die Entwicklung theologischer Verantwortung und geistlicher Wahrnehmung in unterschiedlichen Arbeitsfeldern.
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Ziele

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§ 3

( 1 ) 1 Ziel der praxisbegleitenden Ausbildung ist die Befähigung zur Ausübung des Berufs der Gemeindepädagogin und des Gemeindepädagogen gemäß § 1 Absatz 1 des Gemeindepädagoginnengesetzes. 2 Das geschieht durch die Vermittlung und Weiterführung theologischen Wissens und die Integration von beruflicher Praxis und gemeindepädagogisch-theologischer Lehre anhand praktischer Übungen und die Zusammenführung divergenter Arbeitsfelder in der Gemeinschaft der Studierenden.
( 2 ) 1 Im Ausbildungszentrum nehmen die Studierenden an Kursen teil, die inhaltlich in die Themenbereiche Bibel, Kirche, Gesellschaft, Gemeindepädagogik, Gottesdienst und Seelsorge gegliedert sind. 2 Diese Kurse sind curricular auf die kirchliche und gemeindepädagogische Praxis bezogen. 3 Die Themenbereiche kommunizieren untereinander und sind insbesondere auf die Bereiche Erziehung und Unterricht, Verkündigung, Mission, Ökumene, Gemeindeleitung und Gemeindeaufbau, Beratung, Besuchsdienst und Diakonie bezogen. 4 Die Gestaltung der Kursinhalte soll die Studierenden zu theologischer Verantwortung, geistlicher Wahrnehmung und der Entwicklung gemeindepädagogischer Kompetenz befähigen.
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§ 4

( 1 ) In den Kursen soll in curricularer Differenzierung und Fortschreibung Folgendes vermittelt werden:
  1. 1 In den Kursen zum Themenbereich Bibel wird den Studierenden u. a. ein Grundwissen der Bibelkunde, der Geschichte und der Theologie des Alten und Neuen Testaments vermittelt werden. 2 Exemplarisch werden theologische, dogmatische und ethische Grundfragen an ausgewählten biblischen Texten bearbeitet. 3 Der Umgang mit den Hilfsmitteln zum Bibelstudium wird eingeübt.
  2. 1 In den Kursen zum Themenbereich Kirche wird den Studierenden ein Einblick in die Formen der äußeren Gestalt der Kirche auf allen Ebenen gegeben. 2 Dazu gehört auch die Einführung in die Verfassung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche und in das Kirchenrecht. 3 Darüber hinaus sollen die Studierenden exemplarische Kenntnisse der Ekklesiologie (Kirche als Glaubensgemeinschaft, Grundlagen und Kennzeichen der Kirche, biblische Gemeindebilder, Charisma und Amt, Tradition und Bekenntnis, Pneumatologie) erwerben. 4 Praktische Übungen in den Bereichen Gemeindeaufbau, Gemeindeleitung und kirchlicher Bildungs- und Erziehungsarbeit ergänzen und vertiefen diesen Bereich.
  3. 1 In den Kursen zum Themenbereich Gesellschaft wird den Studierenden der Zusammenhang und die Problemstellungen zwischen Glauben und Gesellschaft vermittelt. 2 Ausgehend von unterschiedlichen Sozialtheorien soll reflektiert werden, wie sich christliches Leben in einer säkularen Gesellschaft gestalten lässt. 3 An geschichtlichen Beispielen soll das Verhältnis von Kirche und Gesellschaft exemplarisch verdeutlicht werden. 4 Die Studierenden werden mit den sozialethischen Überlieferungen bekannt gemacht.
  4. 1 In den Kursen zum Themenbereich Gemeindepädagogik wird den Studierenden ein Einblick in die Geschichte und den Auftrag kirchlicher Unterweisung und Bildung vermittelt. 2 Dazu gehören Grundlagen der Pädagogik und der Entwicklungspsychologie, Formen und Modelle der Gemeindepädagogik, wie auch der Religionspädagogik, sowie didaktische und methodische Übungen und eigene Unterrichtsentwürfe.
  5. 1 In den Kursen zum Themenbereich Gottesdienst lernen die Studierenden unter Anleitung, Andachten und Gottesdienste unterschiedlicher Art selbstständig zu gestalten und zu halten. 2 Das Einüben und Einleben in die Tradition und in die Formen liturgischen Handelns haben hier ihren Ort. 3 Das Seminar pflegt den Reichtum liturgischer Lebens- und Verkündigungsformen und erprobt sie für die gemeindepädagogische Praxis.
  6. 1 In den Kursen zum Themenbereich Seelsorge werden die Studierenden in die christlich-biblische Anthropologie unter besonderer Berücksichtigung der Christologie eingeführt. 2 Existenzfragen sollen sowohl aus theologischer wie aus humanwissenschaftlicher Sicht exemplarisch erarbeitet werden. 3 Die Einführung in die Seelsorge und zwei zweiwöchige Seelsorgepraktika sind fester Bestandteil dieses Bereiches.
( 2 ) Jeder Themenbereich wird einmal jährlich in einem Kurs behandelt.
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Struktur der Ausbildung

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§ 5

( 1 ) 1 Die Ausbildung zur Gemeindepädagogin und zum Gemeindepädagogen geschieht praxisbegleitend in einem Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 42 Kurswochen. 2 Ausbildungsbeginn im Ausbildungszentrum ist in der Regel zum 1. Oktober.
( 2 ) 1 Die Ausbildung im Ausbildungszentrum erfolgt in Gruppen von bis zu 15 Studierenden, die von einer Studienleiterin oder einem Studienleiter oder von der Leiterin oder dem Leiter begleitet werden. 2 Das Leben und Arbeiten in Gruppen dient dem Austausch unterschiedlicher Erfahrungen in der Vielfalt volkskirchlicher Möglichkeiten, der Begegnung und Auseinandersetzung mit Glaubensweisen unterschiedlicher Prägung und Tradition und der Selbstklärung im Umgang mit anderen. 3 Während der Kurszeiten leben und wohnen die Studierenden im Diakonisch-Theologischen Ausbildungszentrum.
( 3 ) Die Begleitung der Ausbildung in den Praxisfeldern wird durch die Beauftragte oder den Beauftragten für Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen in der Nordelbischen Kirche unter Mitwirkung des Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft der Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen wahrgenommen.
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§ 6

( 1 ) 1 Die praxisbegleitende Ausbildung zur Gemeindepädagogin und zum Gemeindepädagogen wird in einem Zeitraum von mindestens drei Jahren durchgeführt. 2 Die Ausbildungseinheiten umfassen in der Regel 14-tägige Kurse und zwei- bis dreitägige Studientage, die sich wie folgt verteilen:
1. Jahr:
sechs Kurse (zwölf Wochen)
zehn Studientage
2. Jahr:
sechs Kurse (zwölf Wochen)
zehn Studientage
3. Jahr:
sechs Kurse (zwölf Wochen)
zehn Studientage
( 2 ) Die Kurse sind inhaltlich an den Themenbereichen Bibel, Kirche, Gesellschaft, Gemeindepädagogik, Gottesdienst und Seelsorge orientiert und beinhalten unter anderem folgende Schwerpunkte:
a)
Bibel
Seminar
Praxis
Die Bibel verstehen
Die Bibel in der Gemeindepraxis
Bibelkunde
Übungen an Unterrichtsentwürfen
Bibelarbeit
Einleitung und Theologie des Alten und Neuen Testaments
Kanon und Bekenntnis
Themen biblischer Theologie
Biblische Gemeindebilder
Biblische Hermeneutik
Auslegung der Bibel in der Kirche in Geschichte und Gegenwart
Wege der Bibelauslegung
b)
Kirche
Seminar
Praxis
Wesen und Wirklichkeit
Kirche als Arbeitsplatz
Kirche als Glaubensgemeinschaft
Grundlagen und Kennzeichen der Kirche/Urgemeinde

Aufbau der Kirche
Institutionen
Dienstgemeinschaft
Kirchenkunde und Ökumene
Gemeindeaufbau
Rechtsgestalt der Kirche
Tradition und Glaube
Kirchengeschichte
Kirchenrecht
Kennenlernen anderer Kirchen und Gemeinschaften
Ökumene und Mission
Gemeinschaften in der Kirche
Diakonie
Grundfragen der Ekklesiologie
Gemeindemodelle
Charisma und Amt
Dienste und Werke
Gemeindeaufbau
c)
Gesellschaft
Seminar
Praxis
Institutionen, Normen, Rollen
Subsidiarität
Politische und kirchliche Gemeinde
Gemeindeerkundung
Umfeld der Gemeinde
Religion und Gesellschaft
Sozialethik
Individuum und Gesellschaft
Medien und Öffentlichkeit
Christliche Verantwortung
Soziale Entwicklung/soziales Handeln
Kirche in der demokratischen Gesellschaft
Politische Diakonie
Kirchliche Bildungsarbeit
Supervision
Leitung, Organisation
Gesellschaft und Kirche in ökumenischer Sicht
Planspiele
d)
Gemeindepädagogik
Seminar
Praxis
Grundlagen, Auftrag, Beruf
Geschichte und Auftrag kirchlicher Unterweisung
Einführung in die Religionspädagogik
Grundlagen der Pädagogik
Modelle der Gemeindepädagogik
Didaktik und Methodik
Arbeit mit Kindern
Arbeit mit Jugendlichen
Arbeit mit Erwachsenen
Generationenübergreifende Arbeit
Unterrichtsmodelle erarbeiten und auswerten
Supervision
Arbeit mit Konfirmanden
Entwicklungspsychologie
Gruppenpädagogik/Gruppendynamik
Umgang mit Konflikten
Ehrenamt in der Kirche
Projekte der Freizeitpädagogik
e)
Gottesdienst
Seminar
Praxis
Gottesdienst, Verkündigung
Wort und Sakrament
Gottesdienstformen/-raum
Gottesdienstgestaltung
(Kinder-, Familiengottesdienste, Anlässe)
Analyse von Gottesdiensten
Kirchenjahr
Theologie des Gottesdienstes
Liturgik als gestalteter Glaube
Formen christlicher Verkündigung
Kirchenmusik
Andachten
Übungen zur Liturgik und Meditation
Gottesdienst in der Ökumene
Einführung in die Amtshandlungen der Kirche
Gottesdienst im Alltag
f)
Seelsorge
Seminar
Praxis
Einführung in die christliche
Anthropologie
Formen christlicher
Seelsorgepraxis
Seelsorgekurs I (Methode der KSA)
Seelsorgekurs II (Methode der KSA)
( 3 ) 1 An den Studientagen sollen Projekte, Hospitationen und Exkursionen durchgeführt werden. 2 Darüber hinaus dienen die Studientage der Vertiefung und Weiterführung von Lerninhalten. 3 Die Studientage können auch zu mehrtägigen Blöcken zusammengefasst werden. 4 Zur Vorbereitung auf die Gemeindepädagogenprüfung sollen den Studierenden einzelne Studientage zur Verfügung gestellt werden.
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§ 7

( 1 ) 1 Die Leiterin oder der Leiter und die Studienleiterinnen oder Studienleiter tragen die Verantwortung für die Kursplanung und Durchführung. 2 Unter ihrer Leitung werden gottesdienstliche Feiern und Hausandachten, die dem geistlichen Leben der Gruppen dienen, geplant und durchgeführt. 3 Sie beraten die Studierenden in allen Fragen der Prüfung. 4 Gemäß § 4 Absatz 2 des Gemeindepädagoginnengesetzes wirkt der Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft an der Durchführung der praxisbegleitenden Ausbildung mit. 5 Die Einzelheiten der Mitwirkung werden in einer Richtlinie des Nordelbischen Kirchenamtes festgelegt.
( 2 ) 1 Zur Begleitung einzelner Studierender oder Gruppen sollen vom Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft geeignete Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen benannt werden, die durch das Nordelbische Kirchenamt berufen werden. 2 Sie arbeiten mit der Leiterin oder dem Leiter und den Studienleiterinnen oder Studienleitern zusammen.
( 3 ) Die Studierenden sollen an Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft der Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen teilnehmen.
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§ 8

( 1 ) 1 Während der Kurszeiten besteht für die Studierenden Präsenzpflicht. 2 Sie ist eine Voraussetzung für die Zulassung zur Gemeindepädagogenprüfung.
( 2 ) 1 Die Anwesenheit an den Kursen, den Studientagen oder sonstigen Lehrveranstaltungen ist den Studierenden zu testieren. 2 Das Testat ist dem Antrag auf Zulassung zur Gemeindepädagogenprüfung beizufügen.
( 3 ) 1 Das Bestehen der Gemeindepädagogenprüfung begründet keinen Anspruch auf Einsegnung. 2 Diese ist bei der zuständigen Bischöfin oder dem zuständigen Bischof, bzw. der Pastorin oder dem Pastor, die oder der im Auftrag der Bischöfin oder des Bischofs handelt, gesondert zu beantragen.
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Aufnahme und Entlassung

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§ 9

( 1 ) 1 Die Aufnahme in die praxisbegleitende Ausbildung kann erfolgen, wenn eine Bewerberin oder ein Bewerber
  1. über einen mittleren oder vergleichbaren Bildungsabschluss verfügt,
  2. Mitglied einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist,
  3. einen schriftlichen Nachweis über eine mindestens zweijährige Erfahrung in der Gemeindearbeit im Ehren-, Neben- oder Hauptamt erbringt; mit Ausbildungsbeginn in der Regel im Hauptamt.
  4. die verbindliche Zusage des Stellenträgers auf Freistellung zur berufsbegleitenden Ausbildung vorlegt,
  5. ein befürwortendes Votum der oder des Beauftragten für Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen der Nordelbischen Kirche vorweisen kann und
  6. mindestens das 25. Lebensjahr vollendet hat.
2 Es können auch Studierende gastweise aufgenommen werden.
( 2 ) 1 In besonderen Ausnahmefällen kann von dem Erfordernis des Absatzes 1 Nummer 2 abgesehen werden. 2 Die Entscheidung trifft das Nordelbische Kirchenamt.
( 3 ) 1 Die Bewerbungsfrist endet am 30. April. Die Zulassung zur Ausbildung oder die Versagung der Aufnahme ist den Bewerberinnen und Bewerbern schriftlich unter Angabe der Gründe mitzuteilen. 2 Über Einsprüche entscheidet das zuständige Fachdezernat des Nordelbischen Kirchenamtes.
( 4 ) Zwischen den Studierenden und dem Diakonisch-Theologischen Ausbildungszentrum wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen.
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§ 10

( 1 ) 1 Das Ausbildungsverhältnis kann jederzeit aufgelöst werden, wenn Studierende die ihnen obliegenden Pflichten verletzen. 2 Als Pflichtverletzungen gelten insbesondere:
  • die nicht ordnungsgemäße und unregelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen,
  • die Austrittserklärung aus der evangelischen Kirche,
  • eine Verhaltensweise, die den kirchlichen Ordnungen oder dem, was von einer künftigen Gemeindepädagogin oder einem künftigen Gemeindepädagogen erwartet werden muss, entgegensteht und
  • wenn die Gewähr eines erfolgreichen Abschlusses der Gemeindepädagogenausbildung nicht mehr gegeben ist.
( 2 ) 1 Die betroffenen Studierenden sind rechtzeitig vor der Auflösung des Ausbildungsverhältnisses zu hören. 2 Die Entscheidung trifft die Leiterin oder der Leiter nach pflichtgemäßem Ermessen. 3 Dem Nordelbischen Kirchenamt ist die Entscheidung mitzuteilen.
( 3 ) Studierende können auf eigenen Antrag oder bei dauernder Dienstunfähigkeit entlassen werden.
( 4 ) 1 Die Mitteilung über die Auflösung des Ausbildungsverhältnisses bedarf der Schriftform. 2 Der Zeitpunkt des Endes des Ausbildungsverhältnisses ist darin anzugeben. 3 Es besteht kein Rechtsanspruch auf Beendigung der Ausbildung.
( 5 ) Erholungsurlaube der Studierenden sind so zu legen, dass die Erfordernisse der Ausbildung, besonders die Teilnahme in den Kursen, davon unbeeinträchtigt bleiben.
( 6 ) Die Dienstaufsicht während der Ausbildungszeiten im Ausbildungszentrum führt die Leiterin oder der Leiter.
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Schlussbestimmungen

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§ 11

Zur Erfüllung der Aufgaben nach dieser Rechtsverordnung können durch das Ausbildungszentrum und das Nordelbische Kirchenamt notwendige Daten erhoben, verarbeitet und genutzt werden.
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§ 12

Die Rechtsverordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt in Kraft.2#

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1 ↑ Red. Anm.: Die Rechtsverordnung ist nach der Schließung des Diakonisch-Theologischen Ausbildungs- und Studienseminars in Rickling im Jahr 2009 (vgl. GVOBl. S. 234) inhaltlich gegenstandslos geworden. Bis zu ihrer Aufhebung gilt die Rechtsverordnung in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland neben dem Gebiet der ehemaligen Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche auch für die landeskirchliche Ebene als Anstellungsträger weiter, vgl. Teil 1 § 59 des Einführungsgesetzes vom 7. Januar 2012 (KABl. S. 30, 127, 234) in seiner jeweils geltenden Fassung.
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2 ↑ Red. Anm.: Die Rechtsverordnung ist am 4. Juni 1996 in Kraft getreten.