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Geltungszeitraum von: 01.01.1998

Geltungszeitraum bis: 31.12.2014

Satzung des Kirchengemeindeverbandes
St. Marien Stralsund1#

Vom 15. Januar 1998

(ABl. S. 123)2#

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§ 1
Mitglieder und Zweck

Die Kirchengemeinden St. Marien, Luther-Kirchengemeinde und Auferstehungsgemeinde bilden in Anwendung von Artikel 78 der Kirchenordnung den Gemeindeverband St. Marien, um eine gemeinsame Wirtschaftsführung und einen Ausgleich der vorhandenen Lasten herbeizuführen.
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§ 2
Einnahmen und Ausgaben

( 1 ) Der Kirchengemeindeverband erhält alle in den beteiligten Kirchengemeinden einkommenden Einnahmen und bestreitet alle in den beteiligten Kirchengemeinden anfallenden Ausgaben.
( 2 ) 1 Die Einnahmen und Ausgaben werden jährlich in einem Haushaltsplan erfasst und es erfolgt eine jährliche Rechnungslegung. 2 Bei der Mittelverwendung sind außer den wirtschaftlichen Erfordernissen Zweckbestimmung und Spenderwille zu berücksichtigen. 3 Der Haushaltsplan bedarf der Zustimmung der beteiligten Gemeindekirchenräte. 4 Die Rechnung bedarf der Entlastung der Gemeindekirchenräte.
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§ 3
Verbandsausschuss

( 1 ) 1 Die beteiligten Gemeindekirchenräte bilden einen Verbandsausschuss. 2 In diesen entsenden die beteiligten Gemeindekirchenräte jeweils ihre Vorsitzende sowie vier weitere Mitglieder des Gemeindekirchenrates.
( 2 ) 1 Der Verbandsausschuss wählt für die Dauer von zwei Jahren eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter. 2 Durch einen Wechsel im Vorsitz sollen die beteiligten Gemeindekirchenräte nacheinander berücksichtigt werden.
( 3 ) Die Amtsdauer des Verbandsausschusses entspricht der Amtsdauer in den beteiligten Gemeindekirchenräten.
( 4 ) Im Übrigen gelten für den Geschäftsgang des Verbandsausschusses die Bestimmungen der Kirchenordnung für die Geschäftsführung im Gemeindekirchenrat.
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§ 4
Aufgaben des Verbandsausschusses

( 1 ) 1 Der Verbandsausschuss handelt in allen Angelegenheiten der Wirtschaftsführung der beteiligten Gemeindekirchenräte als deren Bevollmächtigter. 2 Er hält dazu Verbindung zu den Gemeindekirchenräten. 3 An deren Weisung ist er gebunden. 4 Soweit erforderlich, erteilen die beteiligten Gemeindekirchenräte die erforderlichen Vollmachten.
( 2 ) 1 Kommt es zu Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Kirchengemeindeverbandes oder Verbandsausschusses, wird der Kreiskirchenrat um Vermittlung gebeten. 2 Lassen sich die Meinungsverschiedenheiten auf diese Weise nicht ausräumen, kann das Konsistorium um Vermittlung gebeten werden. 3 Dessen Entscheidung ist endgültig.
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§ 5
Inkrafttreten und Dauer

( 1 ) Diese Satzung tritt am 1. Januar 1998 in Kraft.
( 2 ) Nach Ablauf von drei Jahren prüfen die beteiligten Gemeindekirchenräte, ob der Verband fortgeführt werden soll und ob Änderungen in der Satzung erforderlich sind.
( 3 ) Artikel 78 Absatz 2 der Kirchenordnung ist bei Inkrafttreten und bei Änderungen zu beachten.3#

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1 ↑ Red. Anm.: Der Kirchengemeindeverband wurde mit Ablauf des 31. Dezember 2014 aufgehoben (KABl. S. 445).
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2 ↑ Red. Anm.: Die Satzung wurde ohne Eingangsformel bekannt gemacht.
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3 ↑ Red. Anm.: Nach Anhörung der Beteiligten hat die Kirchenleitung am 21. August 1998 die Bildung des Kirchengemeindeverbandes St. Marien Stralsund mit Wirkung vom 1. Januar 1999 beschlossen.